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Aug 16
Glamping

Glamping – Luxuscamping

Glamping – Luxuscamping in Kroatien. Diesen Sommer habe ich das Festival „Obonjan“ besucht – das ist Luxuszelten in Kroatien mit coolen DJ Beats, Sonne, Meer und Yoga unter duftenden Pinienbäumen. Glamping nennt man das in der Reisebrache. Den Begriff Glamping bzw. Luxuscamping kannte ich davor gar nicht, aber da ich als Kind mit meinen Eltern (eigentlich ausschliesslich) zelten war, war ich dem Ganzen nicht abgeneigt.

Rave, Rest, Relax, Repeat ist hier das Motto. Obonjan ist eine private Insel die recht gut von Deutschland erreichbar ist. Ein kurzer Flug, dann ca. eine Stunde Autofahrt und dann noch mit dem Boot übers Meer (das war ganz zauberhaft, da das Meer glasklar ist und man schippert an unzähligen kleinen Inseln vorbei). Schon ist man da. Es gibt täglich Yogastunden und Meditation. Alternativ kann man bis zum Morgengrauen feiern und am Pool oder am Meer chillen und den Tag genießen. Als Unterkunft kann man zwischen Lodges oder Zelten wählen. Da die gesamte Anlage erst im Juli 2016 eröffnet hat sich die Sanitäranlagen ein Traum. Sehr sauber und ordentlich. Beim Essen gibt man sich besonders Mühe. Wellbeing wird hier gelebt. Es gibt alles was aktuell Trend ist: Smoothies, frischgepresste Säfte, frisches Obst und liebevolle Gerichte auf gutem Niveau. Preislich ist das Essen im Mittelfeld. Um die 10 € pro Gericht sollte man schon rechnen. Um mir ein Bild zumachen habe ich so viel wie Möglich ausprobiert:

Yoga – ich bin immer noch kein Yoga Gangster, aber das fand ich gut. Nur am Pool liegen finde ich auch einfach zu langweilig.

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Meditation – schwierig. Ich stehe total hinter dem Konzept zu meditieren. Meine Konzentration lässt aber nach 10-15 Minuten stark nach. Ehrlicherweise bin ich kein Herdentier und als mir nach 45 Minuten mein Meditationsnachbar neben mir endlos Ohhhhmmmm ins Ohr gebrüllt hat hab ich aufgegeben und mich davon geschlichen.

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Ich fand die Details besonders schön. Nachts sind an den Zelten Lichterketten. Hach, das ist schon hübsch?! Auf den Liegen gabs bequeme Polster (früher gabs das in meiner Kindheit nie – OK, wir lagen auch nur auf Handtüchern) und der Service war wirklich bemüht jeden Wunsch zu erfüllen. Mich haben einige Vorträge auch wirklich inspiriert. Es gibt genügend Menschen die ähnlich wie ich denken und offen sind Neues auszuprobieren. Schön, sich auszutauschen, kennen zulernen und sich neuen Input und Anregungen für den Alltag zu holen.

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Mein Fazit: Glamping – Luxuscamping macht Spass! Coole Location – tolles Konzept. Und keine Panik. Man kann hier an seinem Mindset arbeiten, aber wer möchte kann auch von morgens bis abends sein Bier trinken. Oder beides? Ich finde das sollte auch jeder für sich entscheiden was er selber für sich will und was einem gut tut. Kroatien ist verdient ein aktuelles Trendziel. Das Wasser ist fototapetenwürdig hellblau und glasklar und Yoga mag ich auch. Wir hatten eine Lodge mit eigener Dusche und Toilette (nice). Nachts liegt man wirklich unter den Sternen und die Sonne geht glutrot unter. Es duftet traumhaft nach Pinien und ich mag auch einfach hipster Kram. Ich hab mir natürlich im Shop auch zwei neue Bücher geholt und auch jede Menge Energiebällchen verzehrt. Das Publikum ist eher jung (um die 25-35 Jahre) und bis auf Ausnahmen englisch. Gefühlt alle aus London? Eventuell wurde das dort am stärksten beworben? Ich hatte es auch auf einer englischen Webseite (wieder mal lost in Space) gefunden. Das macht die Kommunikation aber einfach. Englisch geht immer. Nächstes Jahr sollen auch Familien mit Kindern stärker angesprochen werden. Von denen gab es aktuell nicht so viele.

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Man könnte bemängeln das man Nachts die Nachbarn hört. Aber das ist beim Zelten halt auch so. Ja, es ist kein Luxushotel. Aber dort gibt es auch keine Pinienwälder und man schläft nicht in der Natur.

Wichtige Anmerkung: Makramee ist definitiv ein Deko Must Have. Das hat meine Mama schon begeistert in den 70igern für Blumentöpfe geknüpft. Gerne auch ein Wandteppich (omg – oft sieht man einen Trend so oft bis man ihn gut findet – ich befinde mich noch in der dasistunfassbarscheusslich Phase). „Oben Ohne“ ist Pool tauglich. BHs sind völlig überbewertet. Bikinihosen so groß wie möglich kaufen. Mutige tragen diese gerne im Sixtiestyle (2016 aber in Neonfarben) bis zum Bauchnabel und ohne Birkenstocks geht’s gar nicht (das sind diese Heidi Klum Treter die den Fuß zum Fladen formen). Zum Sport bitte die Glasflasche von S’well (Plastik ist doch Pfui) und Lululemon Leggings und Sport-BH (ja, da schwöre ich auch darauf!).

Das beste aber zum Schluss!: in einem Vortrag wurde als Tipp „Naked Time“ vorgeschlagen. Hach, ich kanns kaum abwarten das umzusetzen.